1. Frosty Pen&Paper says:

    @Stimme: Ja, die Stimme mag nicht so viel transportieren wie ein Charakterzug, ABER meine Stimme zu verstellen kostet mich ja keine Kraft und Vorbereitungszeit.
    Was ich bei anderen Kulturen mache ist, dass ich schnell Google Translator öffne und dann mit
    „deutsch spanisch“ oder „deutsch russisch“ oder französisch arbeite.
    Gebe schnell sowas ein wie „hallo mein Freund wie geht es dir, wir haben uns lang nicht gesehen“.
    Ich lese das einmal fix durch und dann vor, bin automatisch in dem Akzent drin und halte den dann während ich deutsch mit Akzent weiterrede.

    Tiefer oder höher reden kostet ebenso keine Kraft bzw Aufwand, daher mach ich es, wenn angebracht.

    Für Namen benutze ich dieses Tool hier:
    https://dsa.itemcards.com/garethi/allgemein

    Auswürfeln, fertig.
    NPCs bekommen keinen Wertebogen, das ist kompletter Blödsinn.
    NPCs bekommen 2 Vorteile und 2 Nachteile und damit spiele ich sie dann.
    Falls sie dann mal Werte brauchen, dann improvisiere ich einfach.

    NPCs an sich mag ich kaum, Florentin spricht das ja schon an.
    Zuviele verderben den Brei. Ich will eigentlich eine Szene kurz vorstellen und beschreiben,
    danach sollen die Spieler gemeinsam miteinander in dieser Szene spielen.
    Nicht mit mir, sondern miteinander.
    So meine Sicht 🙂

  2. Elfant says:

    @NSC
    Es gibt sicherlich Gruppen, welche einen Spaß daran haben in einem Hofintriegen Abenteuer den halben Adel des Mittelreiches kennen zu lernen und ich kannte mindestens eine Person, welche dabei war die Bevölkerung gesamt Aventurien auszuwürfeln. Auf der anderen Seite zählt es zu unseren Glanztaten im letzten Band der Drachenchronik trotz aller Versuche des Meisters wie Bildern und unterschiedlichem Duktus zwei sehr wichtige NSC aus „Unachtsamkeit“ für eine Person zu halten.
    Wir halten es bei NSC also besser nach dem Motto: Soviele wie nötig, so wenig wie möglich. Stimmlich habe ich bei der Phileasson – Saga festgestellt durchaus noch meine Probleme. Gerade bei NSCs, welche nur wenig eine Allgemeinsprache sprechen wie dem Moha Ynu und dem Nordthorwaler Raluf, klangen bei mir alle wie die selbe schlechte Karikatur.

    Meister SC als NSC
    Ich kann gut verstehen, warum man dem skeptisch gegenüber steht. Letztlich liegt der Verdacht nahe, daß einem der eigene Charakter doch näher liegt und man ihn doch gut aussehen lassen will. Letztlich muss man ihn aber strenger behandeln wie jeden anderen NSC, das Wissen trennen und er unterlegt den gleichen Regeln sowie Gefahren. Je nach Situation kann man dem Charakter vielleicht in einer Szene etwas spielen, aber generell ist er passiv und muss angespielt werden. Da ist aber auch Vorsicht angebracht, den die Spieler versuchen unter Umstände den Charakter zu aktiv werden zu lassen.

  3. René Langenbach says:

    Hallo
    Ich möchte erst mal sagen, dass ich ein großer Fan dieses Podcasts bin. Bei meinen Spielrunden haben mir die Berichte aus den unterschiedlichen Gruppen schon sehr geholfen.
    Meine Spielrunnde ist allerdings etwas exotischer als die meisten anderen. Da ich privat nie eine Gruppe zusammenstellen konnte und nie wirklich tief in die Materie einsteigen konnte, habe ich das Spiel bei mir auf der Arbeit konzeptionell eingebunden und leite seit ca. zwei Jahren eine Gruppe mit unterschiedlicher Besetzung.
    Exotisch daran ist, dass ich in einem Maßregelvollzug arbeite, und dort primär mit suchtkranken Straftätern.
    Die Tatsache, dass beim Spiel ein anderer Bezug zueinander und untereinander entsteht mache ich mir zunutze. Ähnlich wie bei der Erlebnispädagogik.
    Gerne berichte ich noch mal persönlich oder in einem anderen Zusammenhang über meine bisherigen Erfahrungen und die Probleme die der Rahmen mit sich bringt. Aber ich möchte jetzt erst mal Bezug zu den NPC´s nehmen.
    Die Teilnehmer mit denen ich spiele sind allesamt völlig unerfahren was Pen&Paper angeht. Das macht für mich den Einsatz von NPC´s absolut notwendig. Sie dienen als Orientierung, zum üben des eigentlichen Rollenspiels, manchmal als Wegweiser, häufig zur Erklärung und Beschreibung von Gegend und Kultur. Bisher hat die Erfahrung gezeigt, dass je erfahrener die Spieler sind, umso weniger der Einsatz von NPC´s notwendig ist.
    Meister SC als NSC habe ich aufgrund des Rollenverständnisses nie gemacht, halte ich für nicht gangbar.

    LG, René

    Ich fahre jetzt zum Nachtdienst und darf mich auf einen Abend mit den Theaterrittern freuen.

    Die zwölfe zum Gruße

  4. Jonas says:

    Zum thema: spieler metagamen die wichtigen npcs; ist es super leicht als meister einen curveball zu werfen und mal einen wichtigen charakter weniger zu betonen und damit sie daran zu erinnern das man logisch durch die welt voranschreiten und nicht dem meister in die karten schauen soll. Finde in dsa ist es auch mal wichtig zu scheitern und wenn meine spieler nur durchrushen um fertig zu werden dann kann man auch diablo spielen und nicht pnp

  5. Jordok says:

    Allgemeines Feedback
    Grade euren Podcast gefunden, diese Folge als Anfang angehört, ganz interessante Ansätze, als Meister auch hilfreich andere Perspektiven zu hören. Allerdings werde ich euren Podcast nicht weiter verfolgen, da ihr DSA4.1 verwendet.
    Vieleicht hin und wieder reinschaun, und hoffen das ihr wechselt, aber da ihr selbst in einer nicht regelbezogenen Folge diverse Begriffe verwendet (keine Ahnung was ihr mit Purpurbüchern meint) die nicht Teil von DSA5 sind macht es relativ wenig sinn.

  6. FRAZ says:

    NSC funzen, wenn sie den Helden nicht ihre Kompetenzen streitig machen.
    Die Seefahrer bei Philiason (oder so) waren Profis in ihrem Metier. Aber sie haben den Helden nie in ihre Arbeit gepfuscht.

  7. Nath says:

    Ein Weinberg kann nichts sagen? Ja klar, nicht wie eine Person, aber natürlich kann jedes Element der Welt „Antworten geben“ … Was sagt mir denn ein Weinberg an sich schon alles über die Kultur, über die Geografie … dann weiter: was passiert dort, wird er gerade bearbeitet, ist er verwahrlost, abgeerntet – zu rechten oder Unzeit, was passiert wenn ich mich als SC „bediene“, ist er bewacht oder könnte ich ihn auch leer-lesen …

  8. Richard says:

    Ich finde eure anregenden Diskussionen immer äußerst spannend, aber ich hab noch keinen Podcast gehört, wo ich euch so komplett in quasi allen Punkten vehement widersprechen möchte! 🙂

    Das einzige, wo ich vorbehaltlos zustimme, ist die Idee, jedem NSC etwas Markantes, möglichst Einzigartiges zu geben, um sie besser im Gedächtnis zu behalten, sowas kann enorm helfen; das Problem, dass das eigene Repertoire da natürlich endlich ist, habt ihr auch schon angesprochen, das eignet sich also nicht für jeden NSC. Wichtig ist, dass sie sich nicht über diese Marotten definieren dürfen, das ist nur das Sahnehäubchen oben drauf.

    Ansonsten ist es für mich absolut furchtbar, wenn die NSCs nur als Funktionen im Abenteuer laufen, und keine Charaktere sind. Das ist für mich ein Kardinalfehler, der dazu führt, dass die Welt uninteressant und langweilig, vor allem aber leblos wirkt.

    Wir versuchen, den Charakteren wirklich Leben einzuhauchen: Dazu ist der Hintergrund natürlich entscheidend, vor allem die eigene Motivation; weniger wichtig sind häufig, wie ihr auch gesagt habt, spieltechnische Werte (außer es handelt sich um eine Begegnung im Kampf), aber Werte lassen sich auch gut improvisieren mit ein bisschen Erfahrung.

    Viel viel schwerer ist es aber, einen stimmigen Charakter zu improvisieren (jedenfalls für mich), daher halte ich die Vorbereitung hier für essenziell! Wie ist der Charakter in seinem Umfeld integriert, wie steht er zu den Menschen und Göttern, was sind seine auffälligen Charakterzüge, was treibt ihn an – all das ist absolut notwendig, um einen lebendigen NSC zu erschaffen. Dazu kann, aber muss nicht unbedingt auch die Familie des NSCs dazugehören, je nach dem.

    Gerade diese lebendigen Charaktere sind es, die ein stimmungsvolles Rollenspiel überhaupt erst ermöglichen. Und plötzlich ist es auch überhaupt kein Problem mehr für die Spieler, sich die Namen der NSCs zu merken, weil die Charaktere eben wirklich real interagieren, nicht bloß an der nächsten Ecke an ihrem Plothook warten, bis sie aktiviert werden.

    Das führt auch nahezu automatisch dazu, dass die allermeisten NSCs eben nicht mehr schwarz-weiß sind, sondern sich realistisch anfühlen, da sie eigene Motivationen und Wünsche haben. Dadurch hat sich bei mir der Spielspaß potenziert; manchmal macht es das schwieriger, Entscheidungen zu treffen (vor allem unrealistische), denn es gibt praktisch kein „Schwertfutter“ mehr; normalerweise werden Entscheidungen aber viel einfacher, da man ja eigene Motivationen, Charakterzüge und Zwänge hat, und diese wunderbar mit einem realistischen Gegenüber in Bezug setzen kann. Dadurch macht es auch einen Unterschied, wie ich mich in dieser organischen Welt verhalte, ich nehme tatsächlich Einfluss auf meine Umgebung.

    Zugegeben, das erfordert mehr Vorbereitung, als wenn man den nächsten Alrik als Blaupause aus dem Ärmel schüttelt, um den Helden ein vorgefertigtes Stichwort zu geben; aber es lohnt sich auf allen Ebenen, man kann sich noch Monate später an den Bauern erinnern, der einem in der regnerischen Nacht Unterschlupf gewährt hat, und dessen Tochter so gerne die große weite Welt sehen wollte, was sie sich erst durch gemeinsame Überzeugung ausreden ließ (nur um den Helden dann doch heimlich nachzulaufen…) Natürlich muss nicht jede Begegnung unendlich detailliert ausgespielt werden, aber eine solide Basis an echten Charaktermerkmalen ist durch nichts zu ersetzen. Und im Falle, dass die Helden etwas völlig Unerwartetes machen (was häufig der Fall ist), ist man nicht plötzlich blank, sondern die Welt um sie herum lebt und existiert weiter.