Nachdem wir uns im ersten Teil der Götterreihe den Voraussetzung für Religion gewidmet haben, soll es in dieser Folge um die weltliche Interpretation der Götter gehen. Ist eine harmonische Zwölfgötterkirche denkbar oder führen überlappende Aufgabenbereiche und ideologische Differenzen zwangsläufig zu Konflikten zwischen den zwölf Götterkirchen? Wir werfen einen Blick auf die unterschiedlichen Motivationen, Ziele und Denkweisen der Kirchen und gehen auf mögliche Konkurrenzen, Streitfragen und politische Machtkämpfe ein.

Weiter geht die Götterreihe mit dem Thema Kleriker.

  1. milch says:

    Ihr habt vergessen, dass jeder Kirchendiener weiß, dass die Götter der anderen Kirchen tatsächlich existieren. D.h. wenn man gezielt anderen Geweihten in die Suppe spuckt, legt man sich mittelbar mit einem existierenenden Gott an. Keine so interessante Idee.

  2. Römi says:

    Ja gerade de neltzten Teil über Konflikte fand ich sehr intreressant.
    Da DSA seine Wurzeln nur langsam abschüttelt, gibt es immernoch die klassische fantasy Schwarz-Weiß Trennung wo die Guten(tm) Ringelpiez mit Anfassen machen.
    Mit der Entwicklung weg von einem HdR(wobei hier die Guten sich ja auch nicht alle riechen können) Hintergrund zu einem Game of Thrones- mäßigerem Fantasygeschmack versucht ja auch die DSA-Redaktion mehr Grautöne reinzubringen.
    In meinem Aventurien ist die Kirche schon sehr Weltlich orientiert, wie auch die irdische Kirche im SMA/in der Renaissance: Man wird bspw kein hochrangiger Geweihter ohne wvon Stand zu sein, und wenns politisch bedingt sein muss, lässt man auch mal einen Vertreter der eigenen Kirche von Golgari holen.

    Ingesamt ist diese Konfliktreduzierung (Helden WISSEN dass alle Geweihte, außer einem Phexdiener, sie nicht übers Ohr hauen würden) einer der vielen Punkte, die Aventurien für mich kindlicher und unspannender macht. Wie geil wäre es denn, wenn sich richtige Religionskonflikte innehalb einer Glaubensrichtung auftun, wie auch irdisch in der entsprechenden Zeit, wenn sich Bote des Lichts und Kaiserin miteinander anlegen würden (Papst/Kaiserkonflikte) oder sich Honoren und Salutaristen der Rondrakirche richtig eins auf die Kappe geben würden..Hach!
    Aber sowas bastel ich mir dann halt selbst…

  3. Loretta says:

    Ein unglaublich tolles Bild, meinen Respekt!
    @milch: Ich denke nicht, dass man sich bei einem Konflikt mit einem Geweihten gleich auch mit dessen Gott anlegt, denn eigentlich ist ein Streit unter Menschen den Göttern schnurzpiepe. Kein Geweihter wird persönlich von seinem Gott beobachtet und beschützt, die Menschen müssen sich schon selber um ihre Konflikte kümmern. Und vor allem: wie viele Leute wären schon draufgegangen, wenn die Götter jedes abfällige Wort gegen einen Geweihten gleich mit dem obligatorischen Blitz aus den Wolken bestrafen würden? Die Götter scheren sich doch nicht darum, ob jemand den Perainegeweihten Alrik aus Hintersjepengurken einen Kohlkopf nennt. Also ist das Thema meiner Meinung nach durchaus einer Diskussion würdig.

  4. Battlegonzo says:

    Hi,
    vielen Dank für einen wirklich spannend zu hörende Podcastfolge 🙂

    Zum Thema:
    Das mit den Konfliktfeldern zwischen den Kirchen war/ist bei mir in der Gruppe auch immer ein Thema (besonders im Beispiel Praios vs. Hesinde bzgl Magie, Umgang mit Wissen etc).
    Ich denke man kann aber jeden Konflikt auf unterschiedlichen Ebenen sehen, was auch unterschiedliche Folgen hat.

    1. Die Ebene der Götter (Gott A vs Gott B)
    Ist besagter Konflikt …
    …gelöst zugunsten von Gott A oder Gott B / …im Streit zwischen den Göttern / …den Göttern egal

    2. Die Ebene der Kirchen
    Kirchen sind große „Organisationen“, daher gibt es innerhalb der Kirchen unterschiedliche Strömungen die jeweils eine der folgenden Auslegungen für richtig halten. Und es gibt eine „herrschende Meinung“ (jedenfalls falls es sowas wie eine Kirchenstruktur gibt). Wichtig ist auch daß sie versuchen zu ergründen was auf Ebene 1 status quo ist, aber natürlich menschelt es da auch und es werden „abwegige“ Meinungen vertreten.
    Zu jedem Konfliktbereich gilt:
    Für diesen Themenbereich sind WIR zuständig / dafür sind wir nicht zuständig / der Konflikt ist in der Schwebe und bleibt dort, wir haben wichtigeres zu tun

    3. Die Ebene des „konkreten Problems“, d.h. der Einzelfall
    Hier ist dann eigentlich nur noch zu klären welcher Geweihte welcher Strömung seiner Kirche folgt um einen Konflikt im Einzelfall zu erzeugen oder eben nicht.

    Beispielsweise brennt der eine Praiosgeweihte gerne magische Bibliotheken ab während der andere sein Leben opfert um einem Magier die Entschwörung eines Dämons zu ermöglichen. Beides ist möglich und beide meinen in Praios Sinne das beste zu tun.

    Wenn man insgesamt „pauschalisiert“ und sagt “ du bist aber soundsogeweihter du MUSST diesunddas ablehnen“ nimmt man denke ich den einzelnen Charakteren die Möglichkeit eine Art „eigene“ Interpretation ihres Glaubens zu haben und reduziert sie auf irgendwelche Stereotypen – wobei die auch manchmal ganz reizvoll sind. Ich denke obwohl der Char weiß, daß es die Götter wirklich gibt, weiß er aber eben nicht was sie wirklich wollen. Er interpretiert da etwas, und das kommt eben stark auf das an was er bereits erlebt/gelernt/etc hat.

  5. Till says:

    Hallo,
    ich stimme absolut der Sichtweise zu, dass es zu wenige Konflikte zwischen den Kirchen gibt, selbst wenn alle einem gemeinsamen Pantheon der Zwölfe angehören. Jeder der schon in großen Organisationen (ich schon in mehreren) gearbeitet hat, hat die leidige Erfahrung gemacht, dass es oftmals nicht mehr um das gemeinsame Ziel der Organisation geht, sondern nur noch um Bereichsegoismen, und sich die verschiedenen Abteilungn in Kompetenzgerangel zermürben.

  6. Michael Toppel says:

    Hat Philipp nach 10 Jahren schon raus gefunden, wo das Konfliktfeld zwischen

    brav Rechnen lernen und sich brav an Gesetze halten

    Bzw.

    ein Leben lang in der Suppenküche im Travia Tempel arbeiten oder doch eber eine Woche im Kerker sitzen

    ist?